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2009/12/18

Coburger Besetzer_innen begrüßen Nürnberger Autobahnblockade

Zitat einer Nürberger Bildungsstreikaktivistin

„Mit der Besetzung der Autobahn wollten wir unseren Forderungen noch einmal Nachdruck verleihen.“erklärt Tanja Schuhmann und ergänzt: „Bis jetzt haben die Verantwortlichen lediglich mit Floskeln und Worthülsen auf
unseren Protest reagiert. Wir haben an diesem Tag gezeigt, dass es jenseits von Demos und Hochschulbesetzungen noch andere Aktionsformen gibt, mit denen wir Druck aufbauen können.“

Quelle: nuernberg-brennt.de

2009/11/27

Soli-Bekundung

DGB-Solidaritätserklärung: Gemeinsam für ein gutes Bildungssystem!

Der Geschäftsführende Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes unterstützt die Studentinnen und Studenten in ihrem „Bildungsstreik“ und hat in seiner Sitzung am Montag in Berlin nachstehende Solidaritätserklärung beschlossen: Vor fast genau einem Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die "Bildungsrepublik Deutschland2 ausgerufen. Ein Jahr nach dem Dresdner Bildungsgipfel müssen wir feststellen: Es ist bisher wenig geschehen!

  • Noch immer haben 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung. Das sind immerhin 15 Prozent dieser Altersgruppe.
  • Noch immer verlassen jedes Jahr mehr als 65.000 junge Menschen die Schule ohne einen Abschluss.
  • Noch immer leben in unserem Land rund vier Millionen Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können.
  • Noch immer landen Jahr für Jahr mehr als 400.000 Jugendliche in Warteschleifen – im Übergangssystem ohne Chance auf eine voll qualifizierende Ausbildung.
  • Noch immer sind unsere Hochschulen chronisch unterfinanziert – und Arbeiterkinder in den Hörsälen wieder drastisch unterrepräsentiert.
Das deutsche Bildungswesen ist Weltspitze in sozialer Auslese. Der DGB fordert eine echte Kehrtwende in der Bildungspolitik. Bund und Ländern müssen:
  • die chronische Unterfinanzierung unseres öffentlichen Bildungssystems beenden. Die von der schwarz-gelben Regierung geplanten Bildungskonten privatisieren die Kosten – und sind der falsche Weg. Wir brauchen mehr Investitionen für ein besseres öffentliches Bildungswesen: für mehr Ganztagsschulen und bessere Kindertagesstätten, für eine bessere Finanzierung der Hochschulen und den Ausbau des BAföGs, für eine bessere Weiterbildung. Für die Umsetzung dieser Forderungen hat der DGB ein Milliarden-Paket vorgeschlagen.
  • mehr Zeit für gute Bildung geben. Die verkürzte Schulzeit (G8), der sechssemestrige Bachelor und zweijährige Berufsausbildungen sind die bekanntesten Auswüchse einer Bildungspolitik unter dem Spar-Diktat. Andere Staaten lassen mehr Zeit für Bildung. Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung. Wir wollen keinen McHumboldt!
  • die Bildungsgebühren abschaffen. Bildung darf nicht als Dienstleistung verstanden werden, die nur in Anspruch nimmt, wer es sich leisten kann. Der DGB fordert die Abschaffung aller Bildungsgebühren vom Kindergarten bis zur Hochschule.
Das Menschenrecht auf Bildung muss auch in Deutschland verwirklicht werden! Die soziale Spaltung in unseren Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, in der beruflichen Bildung und der Weiterbildung ist und bleibt ein gesellschaftlicher Skandal! Der Geschäftsführende Bundesvorstand des DGB sendet allen Studierenden anlässlich ihres „Bildungsstreiks“ seine solidarischen Grüße. Wir kämpfen mit Euch für ein gutes Bildungswesen, das gleiche Chancen für alle Menschen garantiert!

2009/11/20

Soli-Bekundung

Beschluß der StipendiatInnenkonfernenz 2009 „Engagiert studieren in der Krise? – Der Preis für Mitbestimmung“ zur Solidarisierung mit dem Bildungsstreik

Die StipendiatInnenenkonferenz 2009 bekundet ihre Solidarität mit den derzeit weltweit stattfindenden Bildungsstreiks und gibt folgende Erklärung ab:

Die Stipendiat_innen der Hans Böckler Stiftung haben auf ihrer StipendiatInnenkonferenz am 15.11.2009 beschlossen: Wir solidarisieren uns mit den weltweit stattfindenden Bildungsstreiks, die sich emanzipatorische Bildung und kritische Wissenschaft zum Ziel gesetzt haben. Wir unterstützen die Forderungen zur sozialen Öffnung der Hochschulen und damit ein System, das jeder und jedem den freien Zugang zur Hochschulbildung ermöglicht. Hierfür erachten wir die Abschaffung der Studiengebühren als absolut notwendig. Des Weiteren benötigen unabhängige Hochschulen eine rein öffentliche Finanzierung fernab von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen. Nur so kann eine vielfältige sowie wissenschafts- und gesellschaftskritische Lehre und Forschung Bestand haben. Durch die Umstellung auf das verschulte Bachelor-/Master-System wird den Studierenden der Freiraum zur eigenen Entwicklung von Interessen und Persönlichkeit genommen. Wir stehen dieser Entwicklung kritisch gegenüber und fordern die Abschaffung von BA/MA in der jetzigen Form. Ein besonderes Anliegen der StipendiatInnenkonferenz der Hans-Böckler-Stiftung ist das Fortbestehen der Strukturen der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Diese bietet Menschen ohne Abitur einen Hochschulzugang in den Bereich der Sozialökonomie und ist in Deutschland einzigartig. Generell muss in Hochschulen der Zugang für Menschen ohne Abitur ausgebaut werden. Aus der Geschichte der Gewerkschaften leiten wir ein demokratisches Grundverständnis für Mitbestimmung ab. Daraus ergibt sich die Forderung nach einer viertelparitätischen Besetzung aller relevanten Hochschulgremien.

2009/11/19

Soli-Bekundung

Liebe BesetzerInnen in Coburg,

Wir, Campusgrün Bayern, unterstützen Euch und alle anderen BesetzerInnen von mittlerweile über 50 Hochschulen in der Bundesrepublik, in Europa und dem Rest der Welt. Wir begrüßen es, dass die Besetzungen basisdemokratisch und überparteilich organisiert sind.

Eure Forderungen nach einem Ende der chronischen Unterfinanzierung der Universitäten, einer Verbesserung der katastrophalen Lern- und Lehrbedingungen und dem Entgegenwirken der sozialen Selektion im Bildungssystem sowie nach kostenfreiem Zugang zur Bildung für alle werden von uns vollkommen geteilt.

Die Proteste sind nach unserer Auffassung eine berechtigte Möglichkeit, auf die Missstände an den Hochschulen aufmerksam zu machen und konstruktiv an Ihrer Lösung mitzuarbeiten. Wir wünschen Euch viel Durchhaltevermögen und Erfolg!


Campusgrün Bayern

2009/11/18

Soli-Bekundungen

Nach dem bundesweiten Protesttag gestern, der wohl bundesweit als voller Erfolg gewertet werden kann, erreichte uns heute morgen eine wahre Flutwelle an Solidaritätsbekundungen. Hier ein Ausschnitt:

Auf Nachfrage einiger anderer Hochschulen haben wir jetzt hier mal das Protokoll unseres gestrigen Plenums online gestellt. => Plenums-Protokoll im .pdf-Format

2009/11/17

Soli-Bekundung

Die GRÜNE JUGEND Oberfranken erklärt sich solidarisch mit den Besetzer_innen der Coburger Hochschule.

Seit dem 20.10.2009 wird die Uni Wien besetzt. Weitere Unis in ganz Österreich schlossen sich den Protesten an. Die Studierenden fordern weitreichende Änderungen am Bachelor/Master-System und keine Zugangsbeschränkungen für Masterprogramme, eine Redemokratisierung des Bildungswesens, die Uni als Lebensraum zu gestalten und zu begreifen, eine barrierefreie Uni und eine bessere Bezahlung von qualifiziertem Lehrpersonal. In Wien gingen bereits über 16.000 Menschen auf die Straße. Durch die flächendeckenden Besetzungen und den massiven Protest wird die österreichische Bundesregierung zum Handeln gezwungen. Nun kommen immer mehr Unis und Hochschulen in Deutschland dazu.

"Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich Studierende der Hochschule Coburg auch entschlossen haben, den Protest in die Hörsäale zu bringen!", solidarisiert sich Isabel Schmuck (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Oberfranken), die auch auf Landesebene in der Schüler_innenvertretung aktiv ist und den Landesarbeitskreis Bildung der GRÜNEN JUGEND Bayern koordiniert. "Die GRÜNE JUGEND Oberfranken wendet sich seit ihrer Gründung gegen derartige Missstände im Bildungswesen und unterstreicht deshalb die Forderungen der Studierenden nach einem frei zugänglichen, kostenlosen, demokratischen und gerechtem Bildungswesen." Die GRÜNE JUGEND Oberfranken ruft zu ähnlichen Aktionen an weiteren Hochschulen und Universitäten in Oberfranken und bundesweit auf, um die Kritik praktisch werden zu lassen:

"Die GRÜNE JUGEND Oberfranken ruft alle Bürger_innen, aber besonders Schüler_innen, Studierende und Auszubildende auf sich gegen den Ausverkauf der Bildung zu wehren! Geht auf die Straße! Besetzt eure Schulen, Hochschulen und Unis! Bestreikt den Unterricht! Spätestens am Tag des bundesweiten Bildungsstreiks wollen wir, dass sich viele Leute für ein besseres Bildungssystem einsetzen. Denn der Raubbau am Bildungswesen muss gestoppt werden", erklärt Schmuck weiter.


Grüne Jugend Oberfranken

2009/11/15

Soli-Bekundung

Hallo zusammen,


nachdem die Zusammenarbeit bei den vergangenen Aktionen auch immer geklappt hat (mein persönlicher Eindruck) möchte ich euch natürlich auch informieren, dass die SPD bundesweit (einstimmig beschlossener Antrag auf dem Bundesparteitag) und auch hier in Coburg eure Proteste unterstützt. [Ich denke mal über die Unterstützung des Jusos brauchen wir gar nicht reden, die habt ihr sowieso ;-).]


Ich habe mit der Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld gesprochen und sie würde euch gerne im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Wenn wir euch helfen können, sagt bescheid!!!


Solidarische Grüße
Sebastian
(u.a. Kreisvorsitzender Jusos Coburg-Land)


______
aus unserer StudiVZ-Gruppe "COBURG BRENNT"

2009/11/13

Soli-Bekundung

Die Piratenpartei Oberfranken solidarisiert sich mit den protestierenden Studenten der HS Coburg. "Auch wir sind für die Abschaffung von Studiengebühren, das Ende der Verschulung des Studiums, den Abbau von Zulassungsbeschränkungen, sowie mehr Transparenz und Mitbestimmung." so Benjamin Stöcker, Vorsitzender der Piraten Oberfranken. "Es wird Zeit, dass diese Forderungen laut erhoben werden. Dass die protestierenden Studenten nun auch noch kriminalisiert werden ist ein Skandal."

Hintergrund: Seit dem 22. Oktober 2009 demonstrieren in Österreich landesweit Studierende gegen die Bildungsmisere in ihrem Land. Sie besetzen Hörsäle in nahezu allen Universitäten des Landes. Diese Protestwelle hat mittlerweile auch viele weitere Länder erreicht. Am 4. November wurden die Universitäten Heidelberg und Münster, unter dem Motto „Die Uni brennt!“, besetzt. Daraufhin schlossen sich immer mehr Studierende an Dutzenden Universitäten und Hochschulen den Protesten an.

Aktionen in Münster und Marburg wurden durch die Polizei beendet, und es liegen erste Strafanträge wegen Hausfriedensbruchs gegen die beteiligten Studierenden vor. "Statt sich mit den Themen der Studenten zu beschäftigen, wird hier ein Protest kriminalisiert." lautet das bittere Fazit der Piraten. "Hier wählt man eine billige Methode um den Problemen aus dem Weg zu gehen, mit denen Studenten derzeit zu kämpfen haben."

Seit gestern "brennt" es nun auch in Franken. Gegen Nachmittag belegten Studenten der Fachhochschule Coburg einen Hörsaal und behängten das Foyer mit Transparenten und Plakaten die auf die Missstände der Bildungspolitik hinweisen.

Die Studierenden fordern unter anderem die Abschaffung von Studiengebühren, das Ende der Verschulung des Studiums, den Abbau von Zulassungsbeschränkungen, sowie mehr Transparenz und Mitbestimmung.

Der Bezirksverband Oberfranken der Piratenpartei Deutschland stellt sich solidarisch hinter die Studenten und unterstützt deren Forderungen. Wir rufen alle Studierenden auf, sich für die Umsetzung dieser Forderungen stark zu machen. Die Kriminalisierung der friedlichen Proteste durch die Rektorate in Münster und Marburg lehnen wir ab. "Wer meint, friedfertige Studentenproteste durch Einsatz der Polizei beenden zu müssen, ohne sich mit den Inhalten des Protestes zu beschäftigen, dem kann nur Ignoranz und Dummheit vorgeworfen werden.", kommentiert Kai Mast, stellv. Vorsitzender der Piratenpartei Oberfranken. (piraten-oberfranken.de)

Soli-Bekundung

Der Kampf gegen den Coburger Convent ist auch immer der Kampf gegen Eliten. Aber auch die Bildungspolitik der bürgerlichen Parteien zielt darauf ab, die Gesellschaft in oben und unten zu Teilen. Angefangen bei der Unterteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium bis hin zum kostenpflichtigen Studium wirkt alles darauf hin, die „Unterschichten“ von der Elite zu trennen. Der Bologna-Prozess tut sein übriges, um die Gesellschaft dem kapitalistischen Verwertungsprozess zugängig zu machen.
Vollste Solidarität und beste Wünsche für einen erfolgreichen Widerstand gegen die Verwertungslogik gehen an die streikenden Studierenden in Österreich und Deutschland – vor allem an dieser Stelle an die FH Coburg, die Stolz sein kann, der Sache beigetreten zu sein. Wir begreifen unsere und eure Kämpfe als Einheit gegen den Kapitalismus und für eine befreite Welt jenseits von Elitedenken, Nationalismus und jeder anderen Form von Konkurrenzideologie. (coburgerconvent.blogspot.com)